Ausgrabung in Buchholz in der Nordheide beendet

Innerhalb von knapp 8 Wochen konnten auf einer Fläche von ca. 2.000 m² eine Vielzahl an Pfostengruben, wenige Gruben und Feuerstellen sowie drei Gräbchen freigelegt werden, die nach vorläufiger Datierung in das 2./3. Jh. gehören. Die Pfostengruben bilden mehrere N-S und O-W ausgerichtete Hausgrundrisse, die sich teilweise überschneiden.  Aufgrund ihrer Lage in der Ausgrabungsfläche konnte keiner der Grundrisse vollständig erfasst werden. Die Feuerstellen sind vorwiegend innerhalb der Hausgrundrisse anzutreffen, während die Gruben sich locker im Freiraum zwischen den Häusern verteilen. Die Gruben und Feuerstellen enthielten vergleichsweise wenige Funde, auch in den Pfostengruben fanden sich meist nur ein bis zwei kleinere Scherben. Das Spektrum reicht dabei von einfacher, grob gemagerter Gebrauchskeramik bis zu aufwendig verzierter, dünnwandiger Feinkeramik.  Neben der Keramik konnte aus zwei Pfostengruben ein vollständiger Spinnwirtel und ein zerbrochenes, nicht mehr vollständig zusammsetzbares Webgewicht geborgen werden. Vereinzelt fanden sich auch Silexabschläge. Eine römische republikanische Münze stammt aus dem Oberboden und konnte leider keinem Befund zugeordnet werden. Die angeschnittene Siedlung erstreckt sich in allen Richtungen über die Grabungsgrenzen hinaus, nur im SSW scheint die Siedlung ein wenig auszudünnen.

Ein ausführlicher Bericht zu den Ausgrabungsergebnissen folgt demnächst.

Zu dem Artikel der „Kreiszeitung Wochenblatt Tostedt