Spätbronzezeitliche Urnenbestattungen und eine mit Keramik ausgekleidete Grube am westlichen Stadtrand von Barsinghausen
Mittwoch, 31. März 20101. Vorbemerkungen
Im März 2010 wurden im Zuge der Erschließung des Neubaugebietes „Neue Bergwiese“ in der Gemarkung Barsinghausen von Fachkräften der archäologischen Grabungsfirma ArchaeoFirm 11 Sondagen angelegt, die das gesamte Baufeld erfassten. Die archäologische Voruntersuchung wurde durch die Stadtentwicklungsgesellschaft Barsinghausen SGB auf Empfehlung des Niedersächsischen Landesdenkmalamtes für Denkmalpflege NLD aufgrund der topografischen Lage und einiger bekannter Fundstellen in unmittelbarer Nachbarschaft veranlasst, um eine fachgerechte Sicherstellung und Bergung eventuell auftretender archäologischer Substanz zu gewährleisten. Im Zuge dieser Prospektion konnten mehrere neuzeitliche Eingrabungen, spätbronzezeitliche/früheisenzeitliche Gruben und einige stark zerpflügte Urnenbestattungen erfasst und dokumentiert werden.
2. Topographische und naturräumliche Situation
Das Baufeld „Neue Bergwiese“ liegt am westlichen Rand Barsinghausens, direkt am Fuße des Deisters. Das Gelände fällt leicht nach Nord ab und wird im westlichen Bereich von einer Nord-Süd verlaufenden Senke durchzogen, die den ehemaligen Lauf des Bullerbachs kennzeichnet. Das Erschließungsgebiet wird im Süden durch die Rudolf-Hess-Straße und im Norden durch einen Feldweg begrenzt. Westlich und östlich schließen sich landwirtschaftlich genutzte Flächen an.


